Reiseberichte

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Ferne Lände und Reisen .......

waren schon immer meine Leidenschaft. Da ich auch in Zukunft auf die schönen Erinnerungen, Begegnungen und Erlebnisse nicht verzichten möche, versuche ich diese hier festzuhalten.

Viel Spaß beim Lesen ...

2013 Namibia

AfrikaPosted by Matthias Schmied Mon, January 06, 2014 09:40:18

Am 29. Oktober ging es für mich zum zweitenmal nach 13 Jahren wieder nach Namibia. Diesmal war Oli mein guter Tennis-Kumpel und Fotofreund mit dabei. Die Reise stand unter dem Motto >> Knipsen bis der Sensor glüht <<.
Dieses Motto haben wir Tag und Nacht umgesetzt smiley
Angekommen am frühen morgen in Windhoek nach gut 9 Stunden Flug gab es etwas Verzögerung mit unserem Mietwagen.
( Toyata Hilux 3 ltr. Diesel Doppel-Cap )
Wir mussten den Wagen in der Innenstadt bei Hertz direkt abholen da er noch nicht fertig war. Das war nicht so toll da wir an dem Anreisetag noch die 500 Km nach Keetmanshoop zum Köcherbaumwald fahren wollten. Als wir im Office von Hertz waren sahen wir schon das noch fleissig am Wagen geputzt wurde und es fehlten noch irgendwelche Lizensen. Nach gut 1 Stunde warten und neuem Aufkleber mitten in der Windschutzscheibe, konnten wir unsere Tour starten. Lebensmittel und Gaskartuschen für unseren Kocher waren schnell besorgt und ab auf die B1 Richtung Süden. Hier kann man wenigsten ohne Stau fahren und Strecke machen. Gegen 18:00 pünklich zum Sonnenuntergang waren wir da. Wir bauten unsere Zelte direkt am Köcherbaumwald auf und machten die ersten Bilder. Dann schnell was in den Magen geschoben und weiter ging es mit Nachtaufnahmen im Köcherbaumwald. Was ein Tag, entsprechend im Eimer war Oli, während ich schon wieder einen Zeitraffer zum Sonnenaufgang im Köcherbaum laufen hatte, schnorchelte er noch friedlich im Zelt. Zum Schnorcheln später mehr. smiley

Nach dem Frühstück ging es über das Canyon Roadhouse zum Fish River Canyon. Super Lokal mit gutem Essen und tollen Flair. Am Campingplatz 10 km vom Canyon entfernt, haben wir eingecheckt und den Rest des Tages bis in die Abendstunden am sehr einsamen und schönen Fish River Canyon verbracht.
Nachts natürlich wieder die Milchstrasse und den gigantischen Sternenhimmel festgehalten. Dank Oli dem alten Sternenkucker, wusste ich dann auch in kürzester Zeit wo die Milchtrasse auf und untergeht. Die Magelanischen Wolken sind mir jetzt ebenso ein Begriff wie die Planetoiden und am Himmel erkennen tu ich sie auch !

Vom Fish River Canyon ging es den nächsten Tag über die legendäre D707 durch die Tirasberge zum Übernachten auf die Koimasis Farm. Die Landschaft ist sensationell und unbeschreiblich. Ein absolutes Muss.
Der Campinplatz war erste Sahne, auch wenn die Betreiberin einen äussert seltsamen und für uns extrem belehrbaren Eindruck ( wir kamen uns vor wie Schuljungen ) hinterlassen hat. Die Sanitären Anlagen waren Extraklasse.
Oli wurde jetzt auch immer schneller im Zeltaufbau, so das wir an diesem Tag noch viel von der Landschaft geniessen konnten.
Nach Sonnenuntergang wurden dann die ersten Vorkehrungen für die ersten Nachtzeitraffer getroffen, sowie ein Standort für eine Langzeitbelichtung für Sternenstreifen Aufnahmen gesucht. Das Feuer brannte, die Sterne leuchteten die Ruhe war unbeschreiblich und bei einem Teller Nudeln war einfach alles perfekt und das Gefühl von grenzenloser Freiheit war überwältigent.
Die Kameras liefen die ganze Nacht. Zum Glück hat Olis Kamera ( D800 ) keinen Schaden genommen als ich sie morgens im Dreck, wie ein auf dem Rücken liegenden Marinenkäfer endeckte. So löste weiter munter aus. Der in der Nacht aufkommenden Sturm hat sie samt Stativ umgerissen, jedoch war Oli in Bezug auf die Aufspreizung der Stativbeine etwas zu optimistisch. Nun war es an der Zeit die Sonnenaufgangsstimmung in dieser einsamen, fazinierenden Landschaft festzuhalten. Wenn ich heute noch an diese Landschaft und das erhabene Gefühl der Einsamkeit denke, bekomme ich noch immer Gänsehaut.

Unser nächstes Ziel war Sesriem am Sossusvlei in der Namib Wüste.
Die Fahrt dorthin war geprägt von Bergen und Wüste mit tollen Farbenspielen.
Immer wieder mussten wir anhalten ( nicht nur zum Pinkeln ) weil wir das unbedingt fotografisch festhalten wollten. Es war einfach ein Traum durch diese Landschaft zu fahren. In Sesriem angekommen versuchten wir auf dem Campingplatz direkt hinter dem Sossuvlei Gate unterzukommen. Da wir vor und nach Sonnenuntergang im Park fotografieren wollten war dies absolut notwendig. Ich hatte allerdings nur für eine Nacht ein Buchung von Deutschland machen können. Trotzdem versuchten wir unser Glück vor Ort um noch eine zweite Nacht zu ergattern. Unglaublich, es hat funktioniert und wir hatten den letzten Platz am Ende des doch recht grossen Geländes. Das war echt top. Mitlerweile richteten wir unseren Zeltaufbau nach den Sternen aus, so das wir Milchstrasse mit innenbeleuchteten Zelten zusammen auf die Speicherkarte brennen konnten. Der Technik und der entsprechenden App sei Dank. Es sieht schon irgendwie bescheuert aus, wenn man das Taplet in den Himmel hält um zu sehen wo genau die Milchstrasse auf und untergeht. Uns war es egal. Nachdem wir die Zelte aufgebaut hatten veruchen wir eine Rundflug im Adventure Center der Sossusvlei Lodge zu organisieren. Erstmal hat es geklappt und wir sollten gegen 16:30 Uhr da sein. Mit noch zwei weitern Abenteuerlustigen hatten wir den Flug gebucht.
Die Zeit die war bis dahin noch hatten verbrachten wir mit der Fahrt bis zu den ersten Dünen und verschaften uns einen ersten Eindruck was uns die nächsten Tage alles so erwartet. Wir waren auf die Minute pünktlich vor Ort, doch unsere Mitflieger haben sich nicht blicken lassen und der Flug viel aus.
Wenn ich gewusst hätte wer die Pappnasen sind, hätte ich mal etwas Stress gemacht. Egal, wir hatten Glück und konnten den nächsten Morgen ein Flug machen. Jetzt hatten wir aber noch ein paar Stunden Zeit und kurz endschlossen fuhren wir noch ins Sossusvlei und genossen bis zur völligen Dunkelheit die unbeschreiblichen Farbenspiele in der Einsamkeit der Wüste. Tja - wenn wir gewusst und gesehen hätten das es noch ein Zweites Gate gibt, hätte uns nicht ein gerade lustig aufgelegter, Sequrity-Officer das Tor aufschliessen müssen.
Wenigsten wussten wir jetzt das wir ohne Permit im Park waren und dieses eigentlich auf dem Campingplatz beim einchecken hätten kaufen müssen.
Naja - Information und Planung ist halt wichtig smiley
Abends teilten wir uns mit Neuankömmlingen den grossen Stellplatz und klönten über die Reiseplanung und Fotografie. Wir führten dann auf Wunsch eine kleine Schulung über Milchstrassen und Sternenfotografie durch, mussten aber schnell feststellen das die Grundlagen von Blende, Belichtung, ISO etc. völlig fehlten und die Ausrüstung, mal abgesehen von der kleinen Nikon D3000, eher was für die Tonne war. Aber wir machten für die Zwei ein paar Milchstrassenbilder, mit denen sie hoch zu frieden waren. Mich würde das echt mal interessieren was dabei nach dem Urlaub am Ende rausgekommen ist. Eine Spiegelreflex Kamera im Automatik-Modus oder mit Motiv-Programmen zu betreiben, kommt mir wie Hochverrat vor und ist ein absolutes NoGo !!
Wie jede Nacht liefen später unsere Kameras und voller Erwartung und Vorfreude auf den anstehenden Flug begrüssten wir den Tag.
Ich mache es kurz, der Flug war der Hammer. Hinzu kommt meine Begeisterung für die Fliegerrei. So war es perfekt direkt neben dem Piloten zu sitzen. Oli hatte die hinterste Bank für sich und konnte rechts und links ungehindert durchladen.
Ich wäre am liebsten selbst geflogen um auch mal zu testen ob meine Simulatorkenntnisse auf dem Computer gereicht hätten, die Cessna auch zu landen und zu starten. Zugetraut hätte ich es mir. smiley
Die Landschaft war unbeschreiblich, grandios, fazinierend und noch heute kann ich das Gefühl kaum beschreiben. Der Höhepunkt war der Tiefflug direkt über dem Strand der Küste. Durch die morgendliche Nebelwand, welche aufgrund der Temperaturunterschiede zwischen Wüste und Küste ensteht, sind wir mit 100 Knoten und 90 Feet Höhe über die Küste geflogen. Die bis zu 300 Meter hohen Dünen waren neben uns und überragten uns deutlich. Es war der Wahnsinn !!
Ich kann jedem nur empfehlen so einen Flug zu machen. Er zeigt einem aus der Luft erstmal wie gewaltig die Namib-Wüste ist und das man sich im Sossusvlei eigentlich nur am Rand der Wüste befindet und dies nur ein winziger Teil ist.
Nach dem Flug gönnten wir uns ein Frühstückbuffet in der Sossusvlei Lodge, welches extra für uns noch nicht abgebaut wurde. So konnten wir in aller Ruhe mal den Luxus einer Lodge geniessen. Ich würde trotzdem nicht das Zelt gegen eine Lodge tauschen wollen. Zum einen ist man im Zelt viel näher an der Natur, Einsamkeit und Ruhe erlebt man viel intensiver. Zum anderen sind die vielen Sterne nur in vollkomene Dunkelheit beeindruckend und Geld spart man auch. smiley
Nach dem Flug ging es ins Sossuvlei. Auf den letzten 5 Km, welche Sandpiste sind , machte ich mich dann zum Vollpfosten. Eigentlich hätte ich es von meinen Erfahrungen mit dem Toyota Landcruiser wissen müssen. Nur Allrad rein langt eben nicht. Bis zur Häfte haben wir es geschafft dann war Feierabend. Nach etlichen Mühen und einem Puls von 200 hatte ich, mit Oli am Steuer, uns dann schiebender Weise doch noch aus dem Sand bekommen, bevor wir uns komplett verbuddelt hätten. Das Schlimmsten an allem war, dass uns ein paar Milchbubis dann sagten wir müssen die Vorderachse noch "locken". Mir viel es wie Schuppen aus den Haaren, oh man war das peinlich !!
Egal - die Vorderachse gelockt, dies ging ganz komfortabel mit einen Knopf im Innenraum und nicht manuell an der Achse wie beim Landcruiser und dann wieder rein ins Vergnügen. Diesmal natürlich ohne Probleme !!
Wir verbrachten den ganzen Tag bis zum späten Nachmitag im Deadvlei und fotografierten wohl jeden Baumstamm. Der Ruhe und Einsamkeit dort war unglaublich.Erst gegen Abend sind noch ein paar Menschen gekommen. Ich fande es erschreckend wie schnell die das Deadvlei abgehakt haben. Kurz geschaut ein paar Fotos gemacht und weg waren die wieder. Ich werde die Stunden die wir dort in der unwirklichen fremden Landschaft verbracht haben nie vergessen. Es war ein intensives Erlebnis. Zwischenducrh erlebten wir noch ein kleine partielle Sonnenfinsternis und liesen den Tag an der Düne 40, nicht Düne 45, ausklingen. Die Düne 40 ( so haben wir sie genannt ) ist ruhig, ohne Menschen. Warscheinlich weil man ein paar Meter dorthin laufen muss und nicht wie bei Düne 45 direkt hinfahren kann. Auch hier war das Spiel von Licht und Schatten wunderbar. Abends gönnten wir uns dann mal ein Essen im Restaurant des Campinplatzes.



Unser nächstes Ziel war die Spitzkoppe, das Matterhorn Namibias. Wir hatten rund 400 Km Piste vor uns und entsprechend früh ging es los. In Swakopmund kauften wir nochmals Lebensmittel und Getränke ein und tauschten Geld. In Anschluss versuchte ich mit meinen schlechten Englisch Kenntnissen, Mitarbeitern einer Hamburger-Kette zu erklären, was ich unter Fast-Food verstehe. Ursache hierfür waren 20 Minuten Wartezeit auf 2 Hamburger und Langeweile von ca. 10 Mitarbeiter hinter der Theke. Naja - in Afrika ticken die Uhren einfach anders.

An der Spitzkoppe angekommen suchten wir uns nach dem Einchecken einen schönen Stellplatz aus. Dieser ist frei wählbar und je nach Vorlieben kann man entscheiden. Wir wählten einen Platz so aus, dass wir die Spitzkoppe als Panorama vor uns hatten. Wir bauten unsere Zelte direkt an der Felsenbrücke auf, die auch in der folgenden Nacht zu unserem Mittelpunkt wurde. Einfach genial. Einsam, ruhig mit einen unfassbaren Sternenhimmel. Sanitäre Anlagen gibt es nicht. Es existiert lediglich ein Plumsklo was aber vollkommen in Ordnung geht. Die Natur und Landschaft stehen für uns sowieso im Vordergrund.
Das wir die Nacht bei unseren Klettertouren auf den Felsen gut überstanden haben ist schon bemerkenswert. Es ist schon erstaunlich was man nach ein paar Stunden in der Dunkelheit erkennen kann und wie sich die Augen daran gewöhnen. Es war ein fantastisches Erlebnis hier zu Zelten und alles so intensiv in der Natur zu erleben. Sicherlich werde ich noch einmal wieder kommen.
Aller guten Dinge sind 3 smiley

Jetzt ging es in den Etosha National Park zu den Tieren Afrikas.
Die Strecke war mit deutschen Schlagern aus dem Radio und guter Laune und Vorfreude, schnell gefahren und nach dem einchecken im Hauptcamp Okaukujeo, ging es auch gleich auf den ersten Gamedrive. Erstmal war es ziemlich ernüchternt. Am Wasserloch des Camps war nichts los, nicht mal ein Springbock lies sich blicken. Auch auf unseren Touren kreuz und quer zu den Wasserlöschen - tote Hose. Ich fragte mich ob in den 13 Jahren soviel passiert sein könnte, dass die Tiere weg sind. Das kannte ich anders. Jedoch gegen Abend hatten wir dann doch noch unser Highlight. Wir sahen etwa 100 Meter vor uns schon ein paar Autos stehen und wussten hier ist was los. Etwa 50 Meter hinter dem letzen Auto
war links neben uns eine Horde Schakale mit einem zerlegten Zebra zu Gange.
Tja, und jetzt zählt die Erfahrung. Mir war sofort klar das die Autos vor uns Löwen gesehen haben. Wir blieben stehen da ich wusste die kommen zum fressen zum Zebra. Es dauert keine 5 Minuten da war der erste Löwe am Zebra und die Schakale verschwunden. Wir hatten den Logenplatz. Als dann noch zwei männliche Löwen und etliche weibliche Löwen das Zebra zerlegten, Glühten unsere Kameras. Ein Traum. Leider müssten wir vor 19:00 Uhr wieder im Camp sein und mussten dieses grandiose Schauspiel bald verlassen. Das Wetter wurde schlecht und stürmig und das Zeltaufbauen eine echte Herrausforderung. Trotzdem liesen wir uns das Lagerfeuer nicht vermiesen und grillten unser Fleich unter wachsamen Augen von zwei Schakalen, die sich das Fleich am liebsten direkt vom Grill geholt hätten.

Am nächsten Tag war Gamedrive pur angesagt: Auch die Tiere waren nun endlich da. Das ganze Programm. Das Löwenrudel vom Vorabend haben wir wieder getroffen. Diesmal waren jedoch auch noch Jungtiere dabei, die sich wie wild im Staub balgten. Das ganze bei Sonnenaufgang zu erleben lässt sich nicht in Worte fassen. Jedes Wasserloch wurde zwischen Okaukujeo und Halali abgefahren. Elefanten, Zebras, Knus, Oryx, Kudus, Springböcke, Strausse, Giraffen, Nashörner
alles war zu sehen. Echt ein Traum. Das einzige was mich persönlich gestört hat und das gab es so vor 13 Jahren nicht, waren immer wieder diese großen Busse und Adventure-Trucks. Wir sagten zu diesen Kisten immer Gefängnistransporte denn die Insassen schauten aus diesen kleinen Fenstern wie aus eine Zelle.
Absolut nichts für uns. Am Abend in Halali war es dann deutlich ruhiger wie in Okaukujeo. Naja - bis auf die Nacht, die ich im Auto verbracht habe, weil Oli das restliche Gestrüpp in der Savane abgesägt hat .smiley
Das Wasserloch von Halali ist super und liegt etwas erhöht und abseits vom Camp.
Wir hatten das grosse Glück gerade rechtzeitig zu kommen um zu sehen wie ein Nashorn im Wasserloch badete. Kurze Zeit später kam wie aus dem Nichts eine Herde Elefanten mit etlichen Jungtieren. Wahnsinn. Dann gab es erstmal mit dem Nashorn Stress da dieses das Wasserloch für sich einnahm und sich gehörig und lautstark vor den Elefanten Respekt verschafft hat. Das legte sich aber schnell und so konnten wir tolle Bilder und Filmaufnahmen machen. Bevor es ganz dunkel war haben wir noch einen Zeitraffer vom des Sonnenuntergangs gemacht und genossen ein gegrilltes Oryxsteack im Restaurant des Camps. Das war ein super Essen und klasse der Tag .

Am nächsten Tag wollten wir dann zu dem deutschen Fort Namutoni und hier auch übernachten. Gegen Nachmittag traffen wir dort ein. Wir hatten etliche Nebenstrecken auf dem Weg dorthin abgefahren und tolle Tierbegegnungen gehabt. Das Camp sah wie ausgestorben aus und so wunderte uns es, als als man uns an der Rezeption sagte das kein Campingplatz frei sei. Komisch, die Angestellten waren noch dazu unfreundlich und pampig. Uns war schnell klar das wir hier auch nicht bleiben wollten, das Wasserloch war lange nicht so schön wie in Halali. So sind wir die gut 70 Km wieder zurück gefahren und haben uns gleich für die nächsten 2 Nächte dort eingebucht. Diesmal haben wir die Zelte etwas weiter von einander entfernt aufgebaut aber die Nacht war friedlich.smiley
Natürlich ging es gegen Abend wieder ans Wasserloch. Das Schauspiel vom Vortag wiederholte sich und diesmal hatte auch Oli die richtigen Objektive zum Filmen und Fotografieren der Elefanten dabei. smiley

Der nächste Tag war auch wieder Gamedrive, Das Afrikavirus wird hier besonders deutlich spürbar. In der Pampa rumfahren und nach Tieren ausschauhalten ist einfach ein super Ding. Wir waren mehr als einmal begeistert. Heute wollten wir unter anderem einen Zeitraffer am Wasserloch von Okaukujeo machen.
Endlich sollte mein selbst gebastelter Slider zum Einsatz kommen. Naja heute kann ich sagen das ich das Teil noch deutlich verbessern muss oder am besten einen neuen bauen. So richtig gelungen sind die Zeitraffer nicht und das lag nicht nur an dem trüben Licht und Himmel smiley
Wie die Abende zuvor waren auch an diesem Abend die Elefanten und das Nashorn am Wasserloch. Irgendwie kann ich von sowas nicht genug bekommen und ich war wieder total begeistert. Der Sonnenuntergang war traumhaft und die Zeitraffer sind wirklich gelungen und sehenswert. Wie auch die Abende davor schlossen wir den Tag mit einem Abendessen im Restaurant des Camps ab. Nachtfotografie und Milchstrassenbilder konnten wir wegen dem hellen Licht im Camp leider nicht mehr machen. Eigentlich war es auch ganz gut so, da Oli und ich schon ziemlich am Anschlag unserer Speicherkartenkapazität angelangt waren.
Ich hatte schon satte 150 GB Bild und Filmmaterial auf die Karten geblasen. Wahnsinn, was das später für eine Arbeit wird. Aber egal es macht so riesen Spass dem Hobby mit einem Freund von morgens bis Abends nachzugehen, zu fachsimpeln und rumzuprobieren. Einfach genial.

Nun war der letzte Tag angebrochen. Nach einem herzhaften Frühstück im Camp sollte es zurück nach Windhoek und am Abend dann Nonstop mit Air Namibia nach Frankfurt gehen. Da wir doch recht viel Zeit hatten planten wir auf der Duesterbrook Farm noch eine Geparden und Leparden Tour ein. Vorher haben wir allerdings noch einmal die Gelassenheit eines Angestellten im Shop von Okaukujeo bewundern dürfen. Nach 15 Minuten warten an der Kasse, war leider immer noch kein Weiterkommen zu erkennen. Der Angestellte wanderte mit dem Zeigefinge auf einer Liste nun schon zum gefühlten hundersten mal von oben nach unten und lies keinerlei Verständnis erkennen was er da tut. Der Arme Kerl hatt warscheinlich wirklich keine Ahnung und irgendwie tat er mir leid. Naja - unverrichteter Dinge sind wir dann gegangen und haben auf dem Weg unsere letzten Getränke gekauft. Die Duesterbrook Farm liegt gut 30 Km und eine gute Autostunde von Windhoek entfernt in einer sehr schönen Landschaft. Hier kann man Geparden und einen Leopard hautnah erleben, da die Tiere bei der Tour gefüttert werden. Es ist echt ein Erlebnis zu sehen wie geschmeidig sich ein Leopard bewegt und leicht er auf einen Baum klettert. Wir hatten wieder mal Glück. Wir hatten die erste Reihe in dem Jeep mit dem Fleich. Insgesamt waren 3 Jeeps mit ca. je 6 Personen bei der Tour dabei. Ich glaube wir haben unsere Mitfahrer schön genervt, da wir mit Serienbildern den Moment festhalten wollten.
Meine D4 rattert schon ganz schön wenn man durchlädt. Uns war es egal, so ein wenig Egosimuss beim Fotografieren muss schon sein. smiley

Nach der Tour, haben wir in Ruhe auf der Farm noch was getrunken, uns über die teilweise sensationellen Bilder gefreut und sind dann nach Windhoek aufgebrochen. Die Fahrt war stresslos und wir waren frühzeitig am Flughafen.
Die Rückgabe des Autos war unkompliziert und bis auf das der Urlaub zu Ende ging, war alles Perfekt.



Fazit :

Sollte ich Namibia mit einen Satz beschreiben, so würde dieser so aussehen :

Namibia ist ein faszinierendes Outdoorland, mit grandiosen Landschaften, unendlichen Weiten, Wüsten, fantastischen Sonnenuntergängen, unglaublichen Sternenhimmeln, sensationellen Farbenspielen und einer aufregenden afrikanischen Tierwelt.

Ich komme wieder !

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